Europäischen Volksinitiative zur Legalisierung

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Europäischen Volksinitiative zur Legalisierung – wo bleiben die Unterschriften?

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Das Jahr hat wirklich phänomenal begonnen, wenn man das mal aus „Legalizatorsicht“ sieht. Nach einem fulminanten Auftakt bei der Millionärsshow in Sachen Hanf und einem Global Marijuana March, wie ihn die deutschsprachige Szene seit Längerem nicht gesehen hat, kündigen sich die nächsten Höhepunkte auf dem Weg zur Legalisierung an. Dr. Franjo Grotenhermen und seine Petition für medizinisches Cannabis an den deutschen Bundestag ist eines dieser Highlights. Wer heute noch nicht gezeichnet hat, der kann das hier und am besten sofort tun:  http://cannabis-medizin-petition.de/  (der Link müsste täglich freigeschalten werden) – die 50.000 Unterschriften werden innerhalb weniger Wochen zusammen sein, da bin ich mir ob der guten Vorbereitung sicher. Ein Zeichen ist es allemal, wenn auch sofort 100.000 Unterschriften zusammen wären.

Und schon bahnt sich der nächste Höhepunkt an. Die Hanfparade expandiert und wird aller Voraussicht nach größer und damit auch politisch gewichtiger als die Jahre zuvor. Noch mehr. Als Vorbereitung und Netzwerktreffen kristallisiert sich ein Legalizer-Camp im Vorfeld heraus. Das ist gut so. Virtuell zusammengearbeitet haben sie ja schon; jetzt sollen sich die Hanfisten dieser Republik mal kennenlernen, gegenseitig schulen und inspirieren. Nur gemeinsam und im Netzwerk wird diese Republik zu überzeugen sein.

Ein Höhepunkt nach dem anderen könnte man meinen und sich anfangen selbst zu loben. Pustekuchen, denn da wo viele hin greifen und promoten, da fällt es manchmal den wirklich wichtigen Dingen schwer durchzukommen. Vor allem dann, wenn sich niemand zuständig fühlt. So auch bei dem aktuell wichtigsten Legalisierungsprojekt, der Europäischen Volksinitiative zur Legalisierung.

Wahr ist, dass diejenigen, die die Initiative gestartet haben beinahe zu Null Prozent mit der europäischen Hanfszene vernetzt sind. Ein Team von Studenten erhielt den Auftrag von ihrem Professor das Ding aufzusetzen. Wohl nicht mehr und nicht weniger. Des Professors Intention war gut und die Studenten machten ihre Arbeit prima, denn es ist gar nicht so einfach eine solche Initiative überhaupt legal und korrekt aufzusetzen. Soweit so gut. Ich sehe keinen Makel an der Initiative, auch wenn sie nicht von den üblichen Verdächtigen kommt. Nun flog der Ball und er fliegt immer noch, denn keiner fühlt sich berufen ihn anzunehmen.

Von einer Million Unterschriften sind jetzt erst Einhunderttausend zusammen. An dieser Stelle schämen wir uns eine Runde. Gemeint sind wir alle. Ich gehe fest davon aus, dass mindesten sieben Millionen Österreicher und Deutsches ab und an Gras rauchen – bitte warum stehen denn nicht diese sieben Millionen mittlerweile auf den Unterschriftenlisten? Hat denn jemand real Angst, dass die uns alle verhaften, weil wir mit unserem Guten Namen unterschreiben?

Insbesondere ärgert mich die organisierte Unbekümmertheit derjenigen, die mir als erstes einfallen würden, dafür zuständig zu sein. Keine Namen an dieser Stelle; denkt selber wer denn eigentlich so eine Kampagne richtig pushen müsste und während ihr nachdenkt, könnt ihr ja schon mal euren basisdemokratischen Beitrag leisten und dafür sorgen, das Eure Unterschrift hier erscheint:

https://ec.europa.eu/citizens-initiative/REQ-ECI-2013-000023/public/signup.do

Und wenn die dann endlich drunter sitzt, dann hast Du den Auftrag direkt und ohne Verzug deine Freunde, deine Familie, deine Bekannten, deine Arbeitskollegen und alle, die es auch cool finden wenn DU nicht mehr kriminalisiert wirst, auf diese Liste zu bekommen. Ja genau Du!

Hier kann man den aktuellen Stand der Sammlung live sehen:

https://ec.europa.eu/citizens-initiative/REQ-ECI-2013-000023/public/map.do

Quelle: http://hanfjournal.de